Employee Relations / Arbeitsrecht

Vermittler zwischen den Betriebsparteien

Employee Relations / Arbeitsrecht

 

Diese HR Funktion ist eine der 4 Säulen des bekannten HR Modells von Dave Ulrich.

Es geht um die individuellen und kollektiven Rechtsbeziehungen zwischen den Mitarbeitern eines Unternehmens, einerseits untereinander und andererseits zu den Organen du Rechtsvertretern des Unternehmens. In Deutschland mit seinem Betriebsverfassungsrecht ist das Thema traditionell fest verankert, aber zunehmend auch europaweit durch die häufigere Organisation in europäischen Rechtsformen (SE – Societè Europeénne) und durch die Anforderung an die Einsetzung von europäischen Betriebsräten. Im Nord- und Südeuropäischen Bereich sind externe Gewerkschaften der primäre kollektivrechtliche Bezugspunkt, im deutschsprachigen Raum mehr die internen Betriebsräte.

 

Die Employee Relations Funktion ist geprägt von Diplomatie, Aushandlung von Kompromissen und Vereinbarungen, Verhandlungen führen, Policies (Betriebsvereinbarungen) verfassen, verhandeln, einführen und umsetzen.

Rechtlich fundiertes aber pragmatisch motiviertes Denken ist hier sehr wichtig: Was ist meine realistisch durchsetzbare Rechtsposition? Was kann ich einseitig durchsetzen? Was muss bzw. sollte ich aushandeln? Wo gebe ich nach, um an anderer Stelle Vorteile zu erlangen? Was ist mein eigentliches längerfristiges Ziel?

Im verhandlungsbezogenen Zusammenspiel mit dem HR Head oder Business Partner wird oft das Good Cop – Bad Cop Spiel gespielt, z.B. bei Kündigungen, betriebsbedingten Veränderungen, Interessenausgleichverhandlungen usw., für das eine gewisse Begabung für und Freunde an schauspielerischen Einlagen günstig ist, bei gleichzeitig hoher Authentizität und Verlässlichkeit. Das Wort des Employee Relations Managers muss unbedingt gelten, sonst verliert er das Vertrauen. Er muss Dinge für sich behalten können.

In der Zusammenarbeit mit Vorständen und Geschäftsführern geht es oft darum, die Vorteile rechtssicher ausgehandelter kollektiv-rechtlicher Verträge zu erklären und die Strategie des Vorgehens, der Sprachregelungen und der Rollenaufteilung überzeugend vorzutragen.

Kompromisse aushandeln ist das Brot- und Butter-Geschäft des internen Arbeitsrechtlers – über 70% aller Fälle an deutschen Arbeitsgerichten werden durch Vergleich gelöst.

 

Typische Anforderungen an „ideale“ Employee Relations/Arbeitsrechts-Cracks:

  • Fundierte Erfahrung in Individual und Kollektiv-Arbeitsrecht. 
  • Idealerweise Anwaltszulassung bei den einschlägigen lokalen Arbeitsgerichten.
  • Gute Kommunikations und Verhandlungsfähigkeiten.
  • Ausgeprägte Fähigkeit, den Flow und die Strategieen bzw. Taktiken von Verhandlungsszenarien zu erfassen und vorteilhaft zu nutzen.
  • Gute Beraterskills und die Fähigkeit, pragmatisch-unternehmerisch zu denken und juristische Sachverhalte entsprechend pointiert zu erläutern.

 

Typische Positionen / Titel

+ Head of Employee Relations
+ Director HR Legal
+ Leiter Arbeitsrecht